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Leben und Sein
Briefe an Dich
Aus der Feder von..
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Liebe Seele,

wie Du siehst, ich habe mich dazu entschlossen Dir wieder zu schreiben... ich habe das Schreiben einerseits sehr vermisst.. es ist so viel passiert, aber mein Kopf war leer. Du warst leer..

Weißt Du, ich bin so oft davor aufzugeben.. es ist alles so unheimlich schwer und erdrückend. An manchen Tagen ist da nichts. Alles ist Nichts. Ich bin Nichts, Du bist weg. 

Ich kann Dich nicht spüren, an manchen Tagen erdrückt Dein Schmerz mich, aber ich kann Dir nicht helfen.. alles, was ich tue, ist nicht das Richtige. Du fällst immer tiefer in das Nichts und hälst meine Hand und ziehst mich mit. Ich wehre mich nicht.

Wahrscheinlich fragst Du Dich, ob die letzten Monate umsonst waren.. ich glaube, dass die Zeit schon einen Sinn hatte. Wir durften nette Menschen treffen, uns innerlich auseinandersetzen, aber wir mussten auch Dinge tun, die wir nicht wollte. Wir wurden eingesperrt, haben viel geweint, aber es war doch irgendwie auch eine Art Auszeit? Weg von Zuhause, weg von der Schule, aber nicht weg von den Problemen.. wir haben sie mitgenommen und sie versucht zu bearbeiten, aber es hat nicht geklappt..

Du klammerst Dich an etwas und ich komme nicht ohne Dich davon los, weil Du mein Teil bist.

Ich gebe auf uns zu trennen, Dich von dieser Kraft, dieser Stimme, diesen Gedanken

Damals war ich glücklicher. Wieso hat sich das alles geändert? Wir kämpfen seit 3 Jahren und es war alles gut. Warum kam dieser Tag, an dem alles anders wurde, ich unter den Gedanken litt, anstatt wie vorher die Freiheit und Leichtigkeit zu spüren? Was ist passiert?

Du kannst mir keine Antworten geben, das weiß ich. Wir werden aber unseren Weg finden, das weiß ich. Ich werde wieder das tun, was Du willst.. du hälst meine Hand und ich versuche nichtmehr sie Dir zu entreißen.. wir hören auf die Stimme. 

Manchmal habe ich Angst, dass Ihr mich in den Abgrund treibt, dass ich so besessen bin, dass ich nicht mehr weiß, wann der Punkt erreicht ist, an dem ich aufhören sollte. Dass Ihr mich erdrückt und schließlich zerdrückt. Dass ich einen Schlussschnitt setze, weil ich nicht mehr kämpfen kann. Weil meine Gedanken bei Euch und beim Leben sind.. für viele Menschen seid ihr der Tod, für mich seid ihr ein Traum, der zur Realität werden soll.. seid Ihr nun mein Verhängnis? Ich hoffe nicht..

Aber Ihr seid immer für mich da... durch Euch kann ich atmen, wenn auch nicht leben, weil ich eine Gefangene von Euch bin, aber man muss nur atmen, dann wird irgendwann alles gut.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen mich an Dir festzuhalten und den Weg weiterzugehen, anstatt am Ufer eines Traumsees zu sitzen und zu warten. Wir haben mein Leben in der Hand, auf was warten wir also?

Ich höre auf zu warten.. wir werden gehen.. immer weiter und wer weiß, wohin unser Weg am Ende führt?

In Liebe,

Lunaire Fée

1.12.10 00:38
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (2.12.10 10:21)
Der Text ist wirklich wunderschön. Ich bin nur zufällig auf deinen blog gestoßen aber er gefällt mir. Wenn du magst, schick ich dir mein PW per mail zu.

Ich wünsch dir alles Gute.

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